Der Abschied

Es ist Nachmittag darüber geworden. Franz Wolscht und seine Frau Hannelore, die sehr mitgeholfen  haben, dass das Treffen zustande kommt, blicken zufrieden drein. Überhaupt, wenn man in die Runde schaut, allen scheint es sehr zu gefallen. Es sind viele Gespräche geführt worden. Trotz der Sprachbarriere hat man sich verstanden. Zum Abschluss geht es für die deutschen Krummölser noch nach Liebenthal in das alte Kloster der Benediktinerinnen. Die Klosterkirche, die so herrlich wieder restauriert ist, soll unter fachkundiger Führung von Pfarrer Trzóslo besichtigt werden. Nicht zu vergessen die kleine Ausstellung mit historischen Ordenstrachten, die im Kloster untergebracht ist. Edward Korecki, der neue Internatsleiter hat sie zusammen gestellt. Auch die kleine Sammlung von alten, historischen und neuen Fotografien von Kloster Liebenthal, die im Eingangsbereich auf Besucher wartet, will beachtet werden. Deshalb heißt es jetzt Abschied nehmen vom „Goldenen Frieden“. Als die Gäste im Gasthof sich nun auf den Weg nach Liebenthal machen und dazu wieder die alte, steinerne Treppe hinab steigen um ins Freie zu gelangen, steht vor dem stattlichen Haus ein Mann mit seinem Akkordeon und spielt für die Festteilnehmer zum Abschied. Ein Pole und eine Deutsche erliegen  den Weisen des Musikus und wagen unter dem Beifall der anderen zusammen ein Tänzchen.  Aus den Fenstern im oberen Stockwerk wird freundlich zum Ade  gewunken. Die  Strahlen der Nachmittagssonne tauchen das Bild  des Abschieds auf dem Platz vor dem Gasthof in dem kleinen Dorf  in ein heiteres und friedliches Licht. Ein wunderbarer Tag für die Krummölser neigt sich dem Ende zu. Ja, es wird ihm gefallen haben, dem „Guttwalds Willi“  als er es von Oben gesehen hat. Er wird zufrieden gewesen sein, und er wird wohl Allem seinen Segen gegeben haben. So soll es ruhig weitergehen mit den Krummölsern. Wer´n mer leben, wer´n mer sehn.

 

Teil 1: Die Vorbereitungen

Teil 2: Die Messe

Teil 3: Die Feier

Teil 4 Der Abschied