Fahrt ins Hirschberger Tal

Auszug aus Stonsdorfer Tagebuch,
W. A. Knoblich, 6.2.2005
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Wir fahren weiter nach Lomnitz (Lomnica), um evtl. Quartier zu besichtigen für den Sommer. Hier, auf Schloß Lomnitz, führt die resolute Elisabeth von Küster das Regiment. Das Schloß befand sich über hundert Jahre in Familienbesitz. Nach dem Kriege wurde der gesamte Besitz beschlagnahmt und enteignet.
Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts bot sich wohl die Gelegenheit das Schloß und was dazu gehörte von der Gemeinde für DM 10.000 zu erwerben. Die jungen Leute von Küster griffen zu und haben daraus ein wunderbares Anwesen gemacht. Das Haus ist auch um diese Zeit gut gebucht.
Mit dem Haus ist das sogenannte Witwenschloß gemeint, dass neben dem eigentlichen Schloß liegt und als Restaurant und Hotel umgebaut ist. Im Hauptschloß hat der Verein zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur e.V. seinen Sitz. Lomnitz ist wohl das bekannteste, sich im Wiederaufbau befindliche Schloß im Hirschberger Tal. Auch die Vorausbuchungen für dieses Jahr, die Frau von Küster beiläufig, aber mit Stolz zeigt, zeugen von ihrer Tüchtigkeit. Ihr Mann ist noch als Richter in Görlitz tätig, sie haben drei Kinder. Auf den kleinen Hügeln hinter dem Schloß, die zum Bober hin abfallen, wird eifrig Schlitten gefahren. Nur Bobo, der Schlosshund ist schlecht im Befinden. Er hat einen toten Fuchs gefressen und leidet an den Folgen. Aber man hofft, dass er wieder auf die Beine kommt.
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Fahrt mit dem Pferdeschlitten durch verschneites Land bei Stonsdorf, Blick auf Stausee Seidorf
Krummöls/Schlesien
